KimCeramics

Anlässlich des 10th Korean Film Festival Frankfurts haben Project K und KimCeramics eine limitierte Edition handgemachter Keramiken angefertigt. Inspiriert von koreanischem Geschirr ist diese Kollektion eine Fusion aus dem unverwechselbaren organischen Stil KimCeramics und den charakteristischen Farben und Formen von Project K. Ein Set aus drei Soju-Bechern und zwei verschieden farbige Bowls sind aus dieser Kollaboration hervorgegangen und können während des Filmfestivals online erworben werden. Die sowohl funktionalen als auch ästhetischen Keramiken sind ein Highlight in jedem Wohnraum und bringen das Flair des koreanischen Filmfestivals das ganze Jahr über in die eigenen vier Wände.

Hinter dem 2020 gegründeten Label KimCeramics steht Eva Kim, die selbstständig als Ein-Frau-Unternehmen handgefertigte Keramik anbietet. Jedes Produkt wird in ihrem Studio in ihrer Heimatstadt Frankfurt am Main mit viel Liebe entworfen und entwickelt.

Die streng limitierte Kollektion ist ab dem 22. Oktober online auf kim-ceramics.com erhältlich.

Interview

KimCeramics ist noch ein sehr junges Unternehmen. Wie bist du zur Keramik gekommen?

Ich hatte damals vor 3,5 Jahren mein zweites Studium abgebrochen und hatte einen starken Drang, etwas mit den Händen zu machen, um meinen Kopf freizubekommen. Dabei habe ich sehr schnell gemerkt, wie mich dieses Medium “Keramik” in den Bann gezogen hat. Nach ein paar Jahren fleißigen Übens habe ich dann allen Mut gefasst und mein kleines Unternehmen gegründet.

Woher nimmst du deine Ideen und Inspirationen?

Das ist unterschiedlich. Manches entsteht aus einer Notwendigkeit heraus. Ich habe eine Zeit lang schöne funktionale Seifenschalen gesucht und keine gefunden. So habe ich dann selbst welche entworfen. Oft ergibt sich eine besondere Form erst auf der Töpferscheibe durch freies Herumprobieren.

Ich sammle Bücher von antiken und auch zeitgenössischen Keramiken und blättere zwischendrin darin, bewundere sie, und lasse mich auch dadurch inspirieren.

Unser diesjähriges Filmfestival steht unter dem Thema “Identität“. Als Koreanerin zweiter Generation in Deutschland bist du sicherlich mit dem Einfluss von zwei sehr unterschiedlichen Kulturen aufgewachsen. Möchtest du mit uns teilen, auf welche Weise dich dieser Hintergrund als Person und Unternehmerin geprägt hat?

Das ist ein sehr komplexes Thema, was mich, glaube ich, mein Leben lang begleiten wird.  Zweikulturig aufzuwachsen bedeutete für mich, mir als Teenager permanent die Frage zu stellen: „Wer bin ich, wohin gehöre ich?“ Und man glaubt, man müsse sich für eine Seite entscheiden. Zumal keine Seite dich wirklich zu akzeptieren scheint.

Heute glaube ich, dass die Dinge fließender sind und eher hybrid. Ich kann aus beiden Kulturen schöpfen und bin weder das eine, noch das andere, sondern eben das, was aus beiden entsteht. Ich denke schon, dass mich der ganze Prozess des Erwachsenwerdens dadurch sehr geprägt hat. Ich glaube manchmal, dass ich zwischen den beiden Kulturen sogar eine Art Vermittlerin bin.

Keramik hat auch eine lange Geschichte und Tradition in Korea. Inwiefern schöpfst du daraus Inspiration für deine Arbeit?

Tatsächlich schöpfe ich sehr viel daraus. In Korea wurden und werden Gefäße aus Keramik und Porzellan sehr viel mehr geschätzt. Das Geschirr in der koreanischen Küche ist sehr kleinteilig. Es gibt sehr viele Gerichte und kleine Speisen, die gleichzeitig auf einen Tisch kommen und daher braucht es viele Schalen und Schüsseln. Dabei hat die Ästhetik des gedeckten Tischs eine sehr große Bedeutung.

Ich spreche mit meiner Mutter viel über Keramik und ihre Formen. Sie ist eine große Liebhaberin von Porzellan und Keramik und ist dafür auch nicht weniger kritisch. Außerdem bekomme ich viel Feedback von ihr. Ich schaue mir koreanische Keramikarbeiten in Literatur und in Museen an, lese viel darüber und ich glaube schon, dass dadurch vieles in meine Arbeiten fließt.

Meine „Moon Vasen“ zum Beispiel sind eine Anlehnung an die Dalhangari (Moon Jars). Sie stammen aus der Joseon-Dynastie (1392-1910).

Was sind deine Ziele und Wünsche für KimCeramics?

Ich bin sehr dankbar, dass meine Arbeiten Zuspruch finden und das wünsche ich mir natürlich weiterhin. Das Medium Keramik hat so eine große Bandbreite und darin möchte ich weiter wachsen und mich entwickeln.

Gerade habe ich ein paar schöne Aufträge mit Restaurants und Cafés. Die Konzeption und Umsetzung mit den Auftraggebern macht mir sehr viel Spaß und ich hoffe, ich darf weiterhin solche Aufträge annehmen.

Auf was freust du dich beim diesjährigen Korean Film Festival Frankfurt am meisten?

Ich freue mich auf die neuen Filme. Ich bin gerade nicht up to date, was die letzten Film-Releases angehen und war jetzt auch schon länger nicht mehr in Korea und bin total gespannt. Und natürlich bin ich auch gespannt, wie euch allen meine Keramiken gefallen werden.

Wir haben euch neugierig gemacht? Dann könnt ihr hier auf der Website von KimCeramics weitere Infos finden: https://kim-ceramics.com/

Fotograf: Sebastian Heindorff, KimCeramics
Fotograf: Sebastian Heindorff, KimCeramics
Fotograf: Sebastian Heindorff, KimCeramics
Fotograf: Sebastian Heindorff, KimCeramics